Supermarket Reichelt Accepts Returns With Little Fuss

September 30, 2011 § Leave a comment

An astounding success — I had erroneously purchased two items from my neighborhood Reichelt. For the uninitiated, Reichelt is a supermarket chain in Berlin that was bought out by another chain Edeka, but maintains its name.

I bought a bottle of Amaretto that I was going to give a friend. Yes you can buy hard liquor in a regular supermarket here.

And I purchased some “No Sugar” Iced Tea for my son. I decided not to give the Amaretto to my friend and the “No Sugar” iced tea had some kind of disgusting artificial sweetener in it.

We got the plain kind, not the peach kind — but you would think with No Sugar on the label that it would be unsweetened, oder? Guess again.

I only had the receipt for the Amaretto. Plus I know from experience that returning something is not very easy in Germany.

I armed myself with key arguments as to why they should take it back:
1. I had the receipt
2. The bottles were unopened
3. I’m a regular customer. I would take a credit and not cash back, if needed.

As I walked down the street I prepared for the battle. I went over and over in my mind my arguments as to why they should refund my money.

I entered enemy territory — the front door of the store — I saw that the battle lines were busy. Most cashiers were at work. I confidentially approached someone working at a display station and explained that I had two items to return.

I shoved my most potent weapon — the receipt — in her face. I collected my thoughts and prepared for fierce resistance.

But there wasn’t any.

I was at a loss. It was kind of like when you can’t seem to open a door with your key and then you realize that it’s open. You’re a bit dumbfounded.
She did ask me why I wanted to return the items. I told a white lie and said I bought the Amaretto for a friend and she didn’t want it. But I did say that the tea was sweetened — in contrast to its No Sugar claim.
“All the teas are sweetened. You can’t buy unsweetened tea.”

Duh. We had figured that out already and now make our own ice tea.
Anyway…she scanned the items, had me sign a receipt and gave me the 8+ euros back.

I can’t saw I walked away triumphant. Shell shocked is more like it.

And surprised.

For those German readers who are interested — here’s a history of Reichelt that I cut and pasted from its website. Like many German histories, it doesn’t talk about what happened between 1939 and 1945.

Der Gründungstag des Unternehmens Reichelt ist der 25.März 1887. Durch die Übernahme weiterer Firmen steigt die Zahl der unter der Firma Otto Reichelt GmbH wirtschaftenden Filialen bis 1939 auf etwa 185. Die Verkaufsfläche der Läden beträgt damals zwischen 30m² und 40m². Das Personal lebt zu dieser Zeit hinter dem Laden.

1945 gehen die Filialen im Ostteil Berlins durch die politischen Ereignisse verloren. Viele Filialen sind durch die Bombardements zerstört . Es gibt nur sehr wenige Waren zu verkaufen. Stadtbekannt wird Reichelt durch Sirupkocherei. Aus einem Abfallprodukt der Zuckerindustrie kocht man zähflüssigen Sirup, der als Brotbelag als Ersatz für Butter, Wurst, Käse, Honig oder Marmelade dient. Aus allen Stadtteilen kommt man zu Fuß in die Zentrale an der Schlesischen Straße, um etwas von der Köstlichkeit zu ergattern. Die Leute bringen ihre gehamsterten Zuckerrüben und können sich Sirup dafür abholen.

1948 wird die Zentrale in die Daimlerstraße in Marienfelde verlegt. Die Warenversorgung der Stadt erfolgt über die Luftbrücke der Alliierten. Massenware wird in 50 Kg Jute-Säcken bei den Reichelt Filialen angeliefert.

1950 – der wirtschaftliche Aufschwung in West-Berlin nach der Blockade bringt ein großes Warenangebot. Viele Ost-Berliner decken den Bedarf an Lebensmitteln und anderen Artikeln in West-Berlin. Das trägt zu einer positiven Umsatzentwicklung bei Reichelt bei.

Der Herausforderung der sog. Wirtschaftswunderjahre stellte sich Reichelt z. B. im Jahr 1955 mit der Eröffnung des ersten Selbstbedienungsladens. Und auf Wunsch vieler Berliner, die ja bekanntermaßen gerne “janz weit vorneweg” sind, wird kurze Zeit später der Verkauf von frischem Obst und Gemüse eingeführt. Die Entwicklung bei Reichelt geht rasant voran. Ein nächster Akzent wird 1961 mit dem Verkauf von Frischfleisch gesetzt – quasi die Geburtsstunde des eigenen zentralen Produktionsbetriebs für ein umfangreiches Sortiment an Fleisch- und Wurstwaren in Berlin-Marienfelde. Schon in dieser Zeit zeigt sich, dass nicht allein der Preis maßgebend für die Kundschaft ist, sondern die Qualität.

Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 verliert die Firma wertvolle Mitarbeiter, die im Ostteil der Stadt wohnen.

Mit dem Sortiment wächst nicht nur das Unternehmen, sondern ständig auch die Verkaufsfläche. Schon im Jahr 1964 eröffnet die erste Reichelt-Filiale mit einer Verkaufsfläche von 1.000 m² und 1972 die erste Großfläche mit 2.000 m².

1985 wird die erste Frischfisch-Abteilung in der Filiale Johannisthaler Chaussee getestet. Zu diesem Zeitpunkt hat Reichelt 57 Filialen mit insgesamt 50.000 m² Verkaufsfläche in Berlin.

Nach der Wiedervereinigung wird 1990 die erste Reichelt Filiale in den neuen Bundesländern in Neuenhagen eröffnet. In der Folge baut Reichelt das Filialnetz in Ost-Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt aus.

1991 geht Reichelt an die Börse und wandelt sich in die Otto Reichelt AG um. Zum Unternehmen gehören jetzt 89 Filialen und 5790 Mitarbeiter.

Nachdem die EDEKA Minden-Hannover bereits 1995 die mehrheitliche Beteiligung an der Otto Reichelt AG erwirbt und im Jahr 1999 den Aktienanteil auf 75% erhöht, erfolgt im Jahr 2003 ein Squeeze-out der verbleibenden Aktionäre. Die Otto Reichelt AG wird wieder in eine GmbH umgewandelt. 2002 wird das Zentrallager in Marienfelde geschlossen. Die Reichelt Filialen werden nun über das Edeka-Lager in Freienbrink beliefert.

In 2003 beginnt eine neue Ära der Reichelt-Filialen. Es wird ein neues Betreiberkonzept erarbeitet, dass verstärkt auf die Schaffung neuer Reichelt-Supermärkte mit ca. 1.000 qm Verkaufsfläche im Berliner Raum setzt. Innerhalb von 3 Jahren werden mit großem finanziellen Engagement der Muttergesellschaft alle Filialen grundlegend saniert und renoviert. Ein innovatives Ladengestaltungskonzept wird entwickelt das als Pilotprojekt in der Filiale Ollenhauerstraße 107, 13403 Berlin-Reinickendorf, Erfolg versprechend startet. Dieses Konzept bietet den Kunden, die im Übrigen in die Gestaltung miteinbezogen wurden, u. a. durch konsequente Warengruppenbündelung bessere Übersichtlichkeit und schnellere Auffindbarkeit von gesuchten Artikeln, Ruhezonen, Kinderspielecken und insgesamt eine entspannte Einkaufsatmosphäre.

Die beachtlichen Synergieeffekte und die Kompetenz der EDEKA Minden-Hannover z. B. in den Bereichen Beschaffung, IT, Logistik und Distribution sowie im Produktionsbereich von Fleisch-, Wurst- und Backwaren verhelfen Reichelt zu einer weiterhin bedeutenden Rolle im stark umkämpften Berliner Lebensmittelmarkt.

Reichelt – ein Stück Berlin – dankt allen Berlinerinnen, Berlinern und Berlin-Besuchern für ihre Treue in den zurückliegenden mehr als 120 Jahren und freut sich auf ein Wiedersehen.

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